Hier zeigt der achte Jahrgang fantastische Oberflächen fremder Planeten. In der Auseinandersetzung ging es im Besonderen darum, Lichtverhältnisse durch Abstufungen im zeichnerischen und malerischen Bereich der Grisaille oder monochromen Malerei zu realisieren. Ausgangspunkt waren Exponate Gerhard Richters Frühwerk. Durch geschickte Überlappungen entstanden auch hier beeindruckende Raumwirkungen.
Im 8. Jahrgang setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Landschaftsmalerei der Worpsweder Schule auseinander, insbesondere mit den Werken von Fritz Overbeck. Ausgehend von dessen stimmungsvollen, oft wolkenverhangenen Landschaften untersuchten die Klassen den romantischen Blick der Künstler auf das bäuerliche Leben. Die besondere Härte der schweren Lebensbedingungen wird in den Werken jedoch verklärt.
Da die Worpsweder Künstler und Künstlerinnen zur Zeit des Nationalsozialismus als bodenständig vereinnahmt wurden und selbst kaum authentische Berührung zur bäuerlichen Bevölkerung hatten, wurde im Unterricht auch die ideologische Dimension dieser Bildsprache thematisiert. Vor diesem Hintergrund entstanden eigene Landschaftsbilder, die bewusst auf anekdotische oder erzählerische Hinweise verzichten. Statt eine Verklärung der Natur, stand die malerische Atmosphäre im Zentrum der Erarbeitung. Schwerpunkt war daher die Reduktion auf Farbklänge, Stimmung und die Wirkung von Licht und Luftperspektive. So entstanden stille, entrückte Landschaftsbilder.
Ausgehend von Werken René Magrittes entwarfen die Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs im Arbeitsfeld der Grafik ihre eigenen Zimmer als Traumsequenz. Die Grundlage dazu bot die zentralperspektivische Konstruktion, die ihnen bereits geläufig war. Dieses Ordnungssystem wurde jedoch bewusst gebrochen und bedeutungsperspektivisch erweitert. Hier unterwerfen sich Größenverhältnisse und Anordnungen der subjektiven Wertung. Gewöhnliches löst sich aus seiner bekannten Funktion und wächst oder schrumpft sogar.
Exemplarische Bildbeispiele werden hier bald zu sehen sein.
Ob die unterschiedlichen Ausprägungen der Kunstbewegung Street Art nun legal oder illegal sind hat der achte Jahrgang im Unterricht thematisiert. In jedem Fall ist sie rebellisch und gefällig zugleich. Sie präsentiert sich jenseits des musealen Kontextes und soll den Rezipienten im Alltag erreichen, oft mit unbequemen Botschaften. Street Art ist jedoch ein Oberbegriff und weckt spontan Assoziationen zum Vorläufer Graffiti als Kunstintervention im öffentlichen Raum. Mit diversen aber Graffiti-typischen Gestaltungsmitteln haben sich die Schüler im Thema künstlerisch auseinander gesetzt. Sie stellten Beziehungen her zwischen den formalen Besonderheiten eines Kunstwerks und den Gefühlen, die diese in ihnen auslösen.
Exemplarische Bildbeispiele werden hier bald zu sehen sein.