Als künstlerische Druckverfahren werden Verfahren bezeichnet, die Künstlern zur Vervielfältigung ihrer eigenen Entwürfe jeglicher Coleur dienen:
Merkmale sind z.B. Wiederholungen, Reihen, Variationen desselben Gegenstands oder Themas. Das Wechselspiel von Konstanten und Variablen gehört zu den wichtigen Merkmalen des seriellen Arbeitens. Bilder innerhalb eines Werks, einer Reihe sind durch Bildregeln miteinander verbunden (vg. obere Abbildungen). Eine entsprechende Regel wird also im Bild umgesetzt. Dies war unter anderem in der Pop Art Bewegung eine gängige Methode. Warhol machte beispielsweise die Wiederholung trivialer Dinge zu seinem Thema. So wurde die Quantität zu seinem Markenzeichen. Kunst wird zur Fließbandware gemacht und mit industriellen Verfahren gefertigt. Diese wird schließlich zur Kunst erhoben.
Auch das Kommunikationsdesign kommt in Bereichen der Printmedien (Offset) zum Druck. Hier werden Botschaften mittels medialer Codes formuliert oder komponiert, so, dass diese ihre gewünschte Wirkung erzielen.
Die Technik der Radierung leitet sich aus der Gravier- und Ätztechnik des Gold- und Waffenschmiedhandwerks ab. Sie kam zu Beginn des 16. Jahrhunderts aus Italien nach Deutschland. Hier befasste sich auch Albrecht Dürer als Sohn eines Goldschmieds mit dieser Technik.
Der Erfolg einer Radierung beruht auf der Möglichkeit, fein eingearbeitetes Bildmaterial zu vervielfältigen, dem der Reiz des Originals anhaftet. Bei künstlerischen Druckverfahren wird bis zur 300. Auflage immer vom Original gesprochen.